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Rezension zum Film „Muttertag – Die härtere Komödie“

Der Film „Muttertag-Die härtere Komödie“ ist ein österreichischer, 1992 erschienener Film, der sich auf den ersten Blick wie ein Sozialdrama mit tragischem Ausgang anhört. Tatsächlich aber wird in ihm vor allem typisch österreichisches Verhalten humorvoll karikiert. Es geht um die typische Durchschnittsfamilie Neugebauer, die in einem Sozialwohnungsblock in Wien-Favoriten wohnt. Die Handlung spielt genau zwei Tage vor dem Muttertag. Die Familienmitglieder unterschiedlicher nicht sein und doch verbindet sie alle der normale Alltagswahnsinn der Mehrgenerationenfamilie. Der Vater träumt von seinem neuen Auto, während die Mutter eher der fleischlichen Lust verfällt, indem sie den Polizisten Gerry Grassl begehrt. Mischa, der etwas verhaltensgestörte Sohn der Familie, der die Mutter nur noch hasst, arbeitet bereits an einem, sagen wir mal- außergewöhnlichen Muttertagsgeschenk und der Großvater, der kurz vor der geistigen Umnachtung steht, fühlt sich von seinen Lieben vernachlässigt und nicht beachtet.
Allerdings ist der Familienalltag alles andere als bieder. In der Familiengeschichte tun sich tiefe Abgründe auf, die sich so gar nicht mit dem normalen Alltag vereinbaren lassen.
Auch wenn Mutter Trude eigentlich die ist, die von anderen Männern träumt, ist es dann doch ihr Mann, der eine außereheliche Liebschaft mit einer Bekanntschaft aus dem Kirchenchor beginnt. Die Mutter hingegen versucht, aufgrund von Langeweile ihren Alltag mit Ladendiebstählen etwas aufzupeppen. Auch der Opa weicht etwas vom legalen Pfad ab, als er Aufmerksamkeit erregen will und ihm dazu die pfiffige Idee kommt, das ganze für neue Möbel angesparte Geld seiner Familie für notleidende Tiere zu spenden. Und hier schließt sich der Kreis: Beim richtigen Ausfüllen der Spendescheine ist ihm keine andere als die Affäre des Vaters Edwin eine große Hilfe.
So kann es natürlich nicht weitergehen und so kreuzen sich die Lebenswege aller Familienmitglieder ausgerechnet am Muttertag, welcher den Höhepunkt in Sachen Tragik darstellt.
Besonders schön werden in dem Film die Probleme der hoch entwickelten Gesellschaft dargestellt. Dass biedere, brave Pfarrgemeinden noch möglich sind ohne dem Wahnsinn der modernen Welt zu erliegen, widerlegt die Doppelmoral ihrer Bewohner und ihre Konsumsucht; Laster, die der Film schonungslos aber sehr humorvoll offenlegt und entlarvt.

Ursprünglich stammt der Pilot des Films von einer Kabarettgruppe, die bei der Adaptierung fürs Kino mit dem Regisseur Harald Sicheritz zusammenarbeitete. Eine einmalige Besonderheit des Kultfilmes ist, dass die Mitglieder des Kabaretts, Eva Billisich, Alfred Dorfer, Roland Düringer, Andrea Händler sowie Reinhard Nowak im Film in 25 verschiedenen Rollen zu sehen sind, was ihn schon allein wegen der großartigen schauspielerischen Leistung trotz schmalem Budget absolut sehenswert macht. Das Originaldrehbuch zum Film ist im Internet zum Download verfügbar, was vor allem Leute mit unzureichendem Wissen über den Wiener Dialekt freuen dürfte.

Hast Du den Film schon mal gesehen ?

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